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Effektstärke verschiedener Behandlungsformen von AD(H)S

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Effektstärke verschiedener Behandlungsformen von AD(H)S

Die Effektstärke einer Behandlung ist der Wert, um den sich die Symptomatik verbessert.

Die höchste Wirkung bei der Behandlung von AD(H)S zeigen Medikamente (vor allem Stimulantien).
Verhaltenstherapie alleine ist über viele Jahre hinweg nicht so wirksam wie Medikamente alleine.
Eine Kombination von Medikamenten und intensiver Verhaltenstherapie schnitt in der MTA-Studie an n = 579 Kindern zwischen 7 und 9 Jahren nicht signifikant besser ab als Medikamente alleine.12 Bei impulsiv-aggressiver Symptomatik und emotionalen Störungen waren Medikamente und Verhaltenstherapie gleich wirkungsvoll.3 Eine jüngere umfangreiche Metastudie von 190 Untersuchungen mit 26.114 Teilnehmern mit ADHS kam zu vergleichbaren Ergebnissen.4

Es wird berichtet, dass Medikamente während einer Therapie die Lernwirksamkeit der Therapie erhöhen.5 Nach unserem Verständnis stellen sie in vielen Fällen überhaut erst die Therapiefähigkeit her, da Stimulanzien das Dopamindefizit beseitigen und damit die zur Lernfähigkeit erforderliche neurotrophe Wirkung des Dopamins, die Plastizität des Gehirns zu unterstützen, wiederherstellen. Neurophysiologische Korrelate von Lernproblemen bei AD(H)S

Medikamente wirken bei AD(H)S nur so lange, wie sie gegeben werden. Therapie, Umfeldintervention und Psychoedukation haben dagegen langfristige Wirkung. Therapien wirken über ihre konkrete Anwendung hinaus.

Die in diesem Beitrag genannten Effektstärken6 und SMD-Werte (Standard mean difference)7 sind nicht unmittelbar miteinander vergleichbar, zumal sie meist nach unterschiedlichen Methoden ermittelt wurden. Gleichwohl geben die Daten ein ungefähres Bild zum Vergleich der Wirksamkeit.

1. Wirksamkeitsintensität der Behandlungsmethoden

Die verschiedenen Behandlungsmöglichkeiten haben unterschiedliche Wirksamkeiten.
Je höher der Wert, desto effektiver verbessert die Behandlung die AD(H)S-Symptome.

1.1. Wirksamkeit von Medikamenten bei AD(H)S

Wirkung nur während der Medikamenteneinnahme.

1.1.1. Vergleich nach Effektstärke

Bei Effektstärke sind positive Werte besser.

1.1.1.1. Methylphenidat: 0,9 bis 1,1
  • 0,9 MPH gesamt8, nach weniger gesicherter Quelle 1,3 bis 1,699
  • Methylphenidat mit Sofortwirkung (unretardiert)
    • Ritalin, MPH Hexal: 1,0110
    • Equasym: 1,0910
  • Methylphenidat retardiert: 1,0810
    • Concerta: 1,3510
    • Medikinet retard: 0,9510
      Die in den Studien berichtete bessere Verträglichkeit / Wirksamkeit von Concerta im Vergleich zu Medikinet deckt sich mit unseren Erfahrungswerten.
  • nach Symptomen:
    • Unaufmerksamkeit im Schnitt ca. 0,811
    • Hyperaktivität: im Schnitt ca. 1,011
  • Eine Metastudie fand eine nur moderate Effektstärke.12 Dies deckt sich nicht mit den allgemeinen Erfahrungen der Praxis.
1.1.1.2. Amphetaminmedikamente: 1,1 bis 1,5
  • Amphetaminmedikamente gesamt
    • ca. 1,1 AMP gesamt11
    • 1,07 bei europäischen Erwachsenen (Lisdexamphetamin-Medikamente; Metastudie aus 22 Untersuchungen)13
    • bei Unaufmerksamkeit: 1,5 (Lisdexamfetamin-Medikamente, allerdings nur eine Untersuchung)11
    • bei Hyperaktivität: ca. 1,2 (Amphetaminmedikamente insgesamt)11
  • Lisdexamfetamin wies in einer Metastudie die beste Effektstärke auf, deutlich besser als Amphetaminsalze und Methylphenidat.12 Eine andere Studie kam zu vergleichbaren Ergebnissen für Adderall (Amphetaminsalze).14
  • Bei MPH-Nonrespondern wurde in einer randomisierten Doppelblindstudie mit n = 200 Probanden Lisdexamphetamin und Atomoxetin verglichen. Lisdexamfetamin wirkte in 2 von 6 Kategorien und in der Gesamtbeurteilung signifikant besser als Atomoxetin.15
  • Adderall XR
    (Mischung von Dexamphetamin und Levoamphetamin im Verhältnis 3:1)
    • bei Kindern: 0,8516
    • bei Erwachsenen: 0,7516
1.1.1.3. Nichtstimulantien gesamt (Metaanalyse) 0,71

Nichtstimulantien gesamt (Metaanalyse) 0,7116

1.1.1.3.1. Guanfacin: 0,76

Guanfacin: 0,7617
In einer Studie erwies sich Guanfacin alleine (bei 68% der Betroffenen eine Symptomreduzierung um mindestens 50%) gegenüber Methylphenidat alleine (bei 81% der Betroffenen eine Symptomreduzierung um mindestens 50%) als unterlegen. Am erfolgreichsten war jedoch eine Kombinationsmedikation aus MPH und Guanfacin (bei 91% der Betroffenen eine Symptomreduzierung um mindestens 50%).18

1.1.1.3.2. Atomoxetin: 0,68
  • Atomoxetin 0,6816
1.1.1.3.2. Modafinil: 0,65
  • Modafinil 0,6516
  • Eine andere Metastudie konnte dagegen keine Symptomverbesserung durch Modafinil feststellen. Diese Studie wich jedoch auch in Bezug auf MPH erheblich von den Erfahrungen der Praxis ab.12

1.1.2. Vergleich nach SMD

Eine umfangreiche Metastudie, die 133 Untersuchungen mit insgesamt 10.068 Kindern und 8.131 Erwachsenen auswertete, ermittelte folgende Wirksamkeitswerte (in SMD; negative Werte sind besser):

  • Amphetaminmedikamente: -1,02 (von -1,19 bis -0,85)19
  • Methylphenidat: -0,8 (von -0,93 bis -0,62)19
  • Atomoxetin: -0,56 (von -0,66 bis -0,45)19
  • Modafinil: -0,56 (von -0,66 bis -0,45)19

Bei Erwachsenen alleine fanden sich folgende Wirksamkeitswerte (in SMD, negative Werte sind besser)

  • Amphetaminmedikamente: -0,79 (von -0,99 bis -0,58)19 was sich mit weiteren Veröffentlichungen deckt2021
  • Methylphenidat: -0,49 (von -0,64 bis -0,35)19
  • Bupropion: -0,46 (von -0,85 bis -0,07, also eine sehr große Schwankungsbreite)19
  • Atomoxetin: -0,45 (von -0,58 bis -0,32)19
  • Modafinil: 0,16 (von -0,28 bis 0,59)19
    • Der positive Wert bei Modafinil bedeutet eine schlechtere Wirkung als Placebo bei Erwachsenen.

1.1.3. Verträglichkeit

Ebenso wurde die Verträglichkeit analysiert.
Positive Werte bedeuten: schlechter verträglich als Placebo.

  • Amphetaminmedikamente
    • bei Kindern (2,30 odds ratio [OR], 95% CI 1,36 bis 3,89)19
    • bei Erwachsenen (3,26, 1,54 bis 6,92)19
  • Guanfacin bei Kindern und Erwachsenen (2,64, 1,20 bis 5,81)19
  • Atomoxetin (2,33, 1,28 bis 4,25)19
  • Methylphenidat (2,39, 1,40 bis 4,08)19
  • Modafinil (4,01, 1,42 bis 11,33)19

1.2. Wirksamkeit von nichtmedikamentösen Therapieformen bei AD(H)S (Effektstärke)

Wirksamkeit angegeben in Effektstärke. Positive Werte sind besser.

1.2.1. Sport (Ausdauertraining): ca. 0,8 bis 1

Nach Effektstärke (positive Werte sind besser):

  • 0,93 nach einer Metauntersuchung von 5 Studien mit insgesamt 144 Probanden22 Bedauerlicherweise erfolgte kein Vergleich zur Effektstärke von Medikation.
  • Eine Aerobic-Gruppensportprogramm bewirkte bei Teilnehmern mit unterschiedlichen Störungsbildern Verbesserungen gegenüber der passiven Kontrollgruppe in Bezug auf:23
    • globale Symptomschwere: 0,77
    • Depression; 0,68
    • Angst: 0,87
    • Schlafqualität: 0,88

Nach SMD (negative Werte sind besser):

  • -0,65 SMD (Mittel). Eine Metauntersuchung fand moderate Effektstärken von Ausdauertraining bei Kindern mit AD(H)S. Angaben in SMD, (negativer ist stärker):24
    • Aufmerksamkeit (-0,84)
    • Angstsymptome (-0,66)
    • Exekutivfunktionen (-0,58)
    • Sozialstörungen (-0,59)
    • Hyperaktivität (-0,56)
    • Impulsivität (-0,56)
  • -0,62 (SMD) Eine Cochrane-Metaanalyse von 35 Studien über die Wirkung von Sporttraining auf Depression fand eine SMD (negativer ist stärker) von -0,62 (35 Studien mit 1356 Teilnehmern, die Ausdauertraining gegen Kontrollen verglichen) und einer Langzeitwirkung von -0,33. Wurden jedoch lediglich die Studien mit einer hohen Verblindung ausgewertet, sank die SMD auf kaum relevante -0,18. Die vergleichenden Studien zur Effektstärke von Psychotherapie (7 Studien, n = 189) oder zu Medikamenten (4 Studien, n = 300) fanden jeweils eine identische SMD von Ausdauertraining.25

1.2.2. Verhaltenstherapie: 0,69 bis 1

  • ohne gleichzeitige Medikation:
    • 1,026
    • 0,69 nach einer Metauntersuchung von 3 Studien mit insgesamt 107 Probanden22 Bedauerlicherweise erfolgte kein Vergleich zur Effektstärke von Medikation.
    • Eine umfangreiche Metastudie von 190 Untersuchungen mit 26.114 Teilnehmern mit ADHS fand, dass Stimulanzien wirksamer waren als Verhaltenstherapie, kognitives Training oder Nicht-Stimulanzien. Stimulanzien in Kombination mit Verhaltenstherapie schiene am wirksamsten zu sein.4
  • mit gleichzeitiger Medikation: 1,726
  • Wirkung bleibt nach Therapieende weitgehend bestehen
  • Dauer bis Wirkungseintritt sehr lange

1.2.3. Neurofeedback: 0,8 (0,39 bis 1,2)

  • 0,62728
  • 0,49 bis 0,68 nach nur 30 Sitzungen9
  • 0,61 nach einer Metauntersuchung von 6 Studien mit insgesamt 203 Probanden22 Bedauerlicherweise erfolgte kein Vergleich zur Effektstärke von Medikation.
  • auf Aufmerksamkeit: 0,8 bis 1,2
    • 0,826
    • nach 40 Sitzungen: 1,226
  • auf Impulsivität: 0,68
    • nach 20 Sitzungen: 0,726
    • durch höhere Sitzungsanzahl nicht weiter verbesserbar
  • auf Hyperaktivität: 0,39
    • durch höhere Sitzungsanzahl nicht weiter verbesserbar
  • Neurofeedback ist nicht so effektiv wie MPH.29
    • MPH zeigte in einer Studie eine Symptomverbesserung von 46,9% (SMD 2,03), während Neurofeedback eine Symptomverbesserung von 26,7% (SMD 0,89) bewirkte.30
  • Wirkung bleibt nach Therapieende meist vollständig bestehen

1.2.4. Elterntraining 0,65

Eine einzelne Untersuchung eines bestimmten Trainings für Eltern von Kindern mit AD(H)S fand eine Verbesserung des problematischen Verhaltens von 0,6 bis 0,7. Da die Datenerhebung durch Eigenauskunftsfragebögen der Eltern erfolgte, dürfte mit einem erheblichen Bias in Richtung erhöhter Werte zu rechnen sein.31

1.2.5. Kognitionstraining 0,45

  • 0,45 nach einer Metauntersuchung von 4 Studien mit insgesamt 159 Probanden.22 Bedauerlicherweise erfolgte kein Vergleich zur Effektstärke von Medikation.

1.2.6. Eliminationsdiät: 0,45 (0,12 bis 0,8)

  • 0,2932
    Wirkung nur während fehlerfreier Diäteinhaltung
  • 0,51 bis 0,833

Es gibt Hinweise, dass eine Eliminationsdiät nur bei bestimmten Betroffenen anschlägt (“Subgruppe”).34

1.2.7. Elimination von Nahrungsergänzungsmitteln / Farbstoffen: 0,2 (0,08 bis 0,44)

  • 0,08 bis 0,11 (Lehrer und Beobachterrating)33
  • 0,12 bis 0,2532
  • 0,21 bis 0,283 (bei Hinzunahme auch kleiner, weniger hochwertiger Studien)35
  • 0,21 bis 0,44 im Elternrating33
  • Wirkung nur während fehlerfreier Diäteinhaltung

1.2.8. PUFA-Supplementierung: 0,16

  • 0,16 bis 0,17 im Eltern- und Lehrerrating33

1.2.7. Achtsamkeitsbasierte Verhaltenstherapie (MBCT)

AD(H)S-Betroffene, die zusätzlich mit MBCT (Mindfullness based cognitive therapy, eine achtsamkeitsbasierte Verhaltenstherapie) behandelt wurden, wiesen eine signifikant grössere Verringerung der AD(H)S-Symptome auf [M-Differenz = -3,44 (-5,75, -1,11), p = 0,004, d = 0,41]. Dieser Effekt wurde bis zum 6-Monats-Follow-up beibehalten. Von den zusätzlich mit MBCT Behandelten zeigten 27% eine Verringerung der ADHS-Symptome um 30% (p = 0,001), gegenüber lediglich 4% der nicht zusätzlich mit MBCT behandelten AD(H)S-Betroffenen.36
Die Wirkung blieb weitgehend auch nach Therapieende bestehen.

1.2.8. Multimodale Therapie

In der “Multimodal Treatment Study of Children with ADHS” (MTA-Studie) Ende der 90er Jahre wurden 579 Kinder von 7 bis 10 Jahren 14 Monate lang mit Medikamenten, kognitiver Verhaltenstherapie oder beidem behandelt.
Lehrer und Eltern beurteilten den Symptomrückgang hinsichtlich der Kernsymptome von AD(H)S in der Gruppe der nur medikamentös behandelten Kinder besser als in der Gruppe der nur mit Verhaltenstherapie behandelten Kinder. Die Kinder, die Medikamente und Verhaltenstherapie erhielten, schnitten noch ein klein wenig besser ab als die nur mit Medikamenten behandelten Kinder. Wenn nicht nur die Kernsymptome, sondern sämtliche Symptome betrachtet wurden, schnitten die mit Medikamenten und kognitiver Verhaltenstherapie behandelten Kinder deutlich am Besten ab. Die Wirkung von Verhaltenstherapie alleine war dagegen geringer als die alleinige Behandlung mit Medikamenten.2

2. Wirksamkeitslatenz der Behandlungsformen

Mit Wirksamkeitslatenz meinen wir, wie lange es dauert, bis eine Behandlung eine Wirkung erbringt.

  • Medikamente
    • Stimulantien: sofort wirkend, bei optimaler Einstellung sofort voll wirksam
    • Noradrenalinwiederaufnahmehemmer: 2-3 Wochen Anflutungsphase
    • Atomoxetin: mehrere Wochen bis 6 Monate Anflutungsphase
  • Therapie
    • Verhaltenstherapie: mehrere Monate für erste Schritte, 3 Jahre für adäquate Behandlungswirkung
    • Neurofeedback: mehrere Monate für erste Schritte, 6 bis 15 Monate für adäquate Behandlungswirkung

3. Wirksamkeitsgegenstand der Behandlungsformen

Mit Wirksamkeitsgegenstand meinen wir, welche Symptome die einzelnen Behandlungsformen verändern.

3.1. Medikamente

  • Stimulantien:
    • Aufmerksamkeit
    • Hyperaktivität
    • Impulsivität (MPH mehr als Amphetaminmedikamente)
    • innerer Druck
    • emotionale Dysregulation
      • Stimmungsschwankungen / Affektstabilität
      • Aggression/Ängstlichkeit
      • Dysphorie (vorwiegend Amphetaminmedikamente, MPH dagegen weniger)
  • Nichtstimulantien:
    • Impulsivität
      z.B. geringe Dosen an SSRI
    • emotionale Regulation
    • Aufmerksamkeit
  • Noradrenalinwiederaufnahmehemmer:
    • Impulsivität
    • Depression
    • Stimmungsschwankungen / Affektstabilität
    • Hyperaktivität

3.2. Therapie

  • Verhaltenstherapie:
    • kognitive VT:
      Selbstwert, Sozialverhalten, Stressreduktion
      In gewissem Maße auch Veränderung der Stressverarbeitung samt hormoneller und immunologischer körperlicher Veränderung37
    • achtsamkeitsbasierte VT:
      Aufmerksamkeit, Empathie, Stressreduktion
  • Achtsamkeitstraining:
    Veränderung der Stresswahrnehmung; Veränderung der Stressverarbeitung im ZNS, Impulsivität
    Eine verbesserte Wahrnehmung angenehmer Aspekte bewirkt unmittelbare Veränderungen am dopaminergen Fokussierungs- und Verstärkungssystem. Gleiches bewirken Wahrnehmungen zur Beschaffenheit der räumlichen Umgebung eines Individuums und (dauerhaft) ein hoher sozialer Rang.38
    Ob diese Veränderungen jedoch (mit Ausnahme des sozialen Rangs) dauerhaften Einfluss haben, was für einen therapeutischen Einsatz Voraussetzung ist, oder jeweils nur eine Aktivierung während der Wahrnehmung erfolgt, ist ungeklärt.
  • Neurofeedback:
    Aufmerksamkeit; Impulsivität; Hyperaktivität, Entspannung, Schlaf
  • Umfeldinterventionen:
    Wegfall von Stressoren durch Eliminierung von Stressoren und größeres Verständnis des Umfelds
  • Psychoedukation:
    Wegfall von Stressoren und bessere Regulationsfähigkeit durch grösseres Verständnis des Betroffenen
    Selbstwertsteigerung durch das Gefühl, nach Hause zu kommen, bei Begegnung und Austausch mit anderen Betroffener

4. Wirksamkeitsdauer der Behandlungsformen

4.1. Frühzeitige Medikation

Es gibt einen Hinweis, dass eine Methylphenidatbehandlung mit 2 mg / kg / Tag bei sehr jungen Ratten eine dauerhafte Verringerung der Dopamintransporter im Striatum verursachte (was einer dauerhafte Heilungswirkung entspräche), während eine Methylphenidatgabe bei etwas älteren Tieren (“nach der Pubertät”) dies nicht mehr bewirkte.39 Diese Ergebnisse konnten bislang nicht reproduziert werden.

Bei der Behandlung von Menschen ist auch bei Kindern vor der Pubertät mit MPH keine dauerhafte Verringerung der DAT im Striatum bekannt. Entweder ist bei Menschen eine Anwendung in noch viel früheren Jahren erforderlich oder die – gegenüber der bei Kindern postulierten Maximaldosis von 1 mg / kg / Tag – deutlich erhöhte Dosierung (hier 2 mg / kg) bewirkt bislang unerforschte Effekte.

Trotz der immensen Bedeutung dieser Frage sind keine weiteren Untersuchungen hierzu bekannt, die die Ergebnisse bestätigen. Bei einer Dosierung von sogar zwei mal 5 mg / kg / Tag bei Ratten ab dem 7. Tag bis zum 35. Tag nach der Geburt wurden zwar kurzfristige Verringerungen der DAT-Anzahl festgestellt, die sich jedoch am 135. Lebenstag nicht mehr fanden.40
Welchen Anteil die massiv erhöhte Dosierung hierbei hat, ist offen.
Strukturelle Änderungen der Hirnstrukturen fanden sich weder unmittelbar nach Behandlungsende am 35. Tag, noch am 135. Tag.40 In Anbetracht der extremen Dosierung belegt dies zudem eine geringe Gefährlichkeit von MPH.

4.2. Kurzfristige Medikation

Die Verbesserungen bei medikamentöser Behandlung endet (jedenfalls bei Stimulanzien) unmittelbar mit Beendigung der Medikamentengabe, bei anderen Medikamenten mit Spiegelwirkung spätestens nach ca. 14 Tagen.
Die Lerneffekte bei Neurofeedback und Verhaltenstherapie sind unter Medikamentengabe besser.
Die Wirksamkeit von nichtmedikamentöser Therapie ist langanhaltend; erforderlich ist jedoch eine ausreichend lange und intensive Therapie (6 Monate bis 3 Jahre).
Bei Neurofeedback wurde noch 6 Monate nach Behandlungsende ein Fortbestehen der Behandlungserfolge festgestellt541 Kühle beobachtete, dass Behandlungserfolge in manchen Fällen noch Jahre später fortbestehen, in anderen nicht.

4.3. Langfristige Medikation

Es gibt Hinweise, dass eine längerfristige Medikation eine Nachreifung derjenigen Gehirnstrukturen bewirken könnte, die bei AD(H)S von einer Entwicklungsverzögerung betroffen sind.

Bei AD(H)S sind die dysfunktionalen exekutiven Funktionen mit einer verringerten Menge am Hirnsubstanz im Cortex assoziiert.42 Bei Kindern mit AD(H)S ist das Wachstum der Hirnsubstanz im Cortex signifikant verringert, wobei die größten Verzögerungen im PFC und im ACC bestehen.42
Erwachsene AD(H)S-Betroffene, die mit Stimulantien behandelt werden, haben eine deutlich größer Gehirnmasse in den relevanten Hirnregionen als Erwachsene AD(H)S-Betroffene, die nicht mit Stimulantien behandelt wurden.43 Dies könnte darauf hindeuten, dass eine Behandlung mit Stimulantien die Entwicklungsverzögerung aufholen bzw. ausgleichen kann.42
Bei AD(H)S-Betroffenen, die auch als Erwachsene noch die vollen AD(H)S-Symptome zeigten, war keine Nachreifung (i.S.v. Anwachsen) der Hirnmasse in den relevanten Hirnregionen erkennbar.44

4.4. Multimodale Behandlung: nichtmedikamentöse Therapie und Medikation

Es gibt Hinweise darauf, dass dopaminerge AD(H)S-Medikamente – in der Untersuchung insbesondere D-Amphetamin-Medikamente (das ebenfalls genannte Levodopa ist als AD(H)S-Medikament nicht geeignet) – die Neuroplastizität erhöhen und damit die Erfolge einer Psychotherapie erhöhen können.45

Nach unserer Überzeugung sind psychotherapeutische Maßnahmen bei AD(H)S-Betroffenen, die nicht medikamentiert sind, deutlich weniger wirksam, da die Lern- und Aufnahmefähigkeit durch AD(H)S selbst massiv herabgesetzt ist. Die medikamentöse Herstellung einer Lern- und Aufnahmefähigkeit ist daher für eine erfolgreiche Psychotherapie unseres Erachtens klar zu empfehlen und liegt im Interesse einer baldmöglichen Reduzierung und Absetzung der Medikamente nach erfolgreicher psychotherapeutischer Behandlung.

Abgesehen davon macht eine Psychotherapie wenig Sinn, wenn der Patient gar nicht weiß, wie sich der Zustand anfühlt, den er durch die Therapie erreichen soll. Dieses Gefühl kann dem Betroffenen erst eine längere Zeit (ab 1 Jahr) einer sauber eingestellten Medikation vermitteln.
Dies gilt bei AD(H)S-Betroffenen ganz besonders, da bei AD(H)S die Motivation in Richtung einer deutlich erhöhten intrinsischen Steuerung verändert ist. AD(H)S beinhaltet ja gerade, dass eine Befolgung extrinsischer Aufforderungen massiv erschwert ist.


  1. Edel, Vollmoeller (2006): Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung bei Erwachsenen, Springer Seite 55

  2. Müller, Candrian, Kropotov (2011): ADHS – Neurodiagnostik in der Praxis, Springer, Seite 23

  3. Edel, Vollmoeller (2006): Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung bei Erwachsenen, Springer, Seite 55

  4. Catalá-López, Hutton, Núñez-Beltrán, Page, Ridao, Macías Saint-Gerons, Catalá, Tabarés-Seisdedos, Moher (2017): The pharmacological and non-pharmacological treatment of attention deficit hyperactivity disorder in children and adolescents: A systematic review with network meta-analyses of randomised trials. PLoS One. 2017 Jul 12;12(7):e0180355. doi: 10.1371/journal.pone.0180355. PMID: 28700715; PMCID: PMC5507500. METASTUDIE

  5. Strehl et al (2013): Neurofeedback, Kohlhammer

  6. Psychometrica: Effektstärke

  7. SMD bei Cochrane

  8. Faraone et al (2004), Biedermann et al (2006), Biedermann et al (2007), zitiert nach Safren, Perlman: Kognitive Verhaltenstherapie des ADHS des Erwachsenenalters, Seite 9

  9. Sudnawa, Chirdkiatgumchai, Ruangdaraganon, Khongkhatithum, Udomsubpayakul, Jirayucharoensak, Israsena (2018): Effectiveness of Neurofeedback Versus Medication in Treatment of ADHD. Pediatr Int. 2018 Jun 22. doi: 10.1111/ped.13641., n = 40

  10. Metaanalyse einer hoher Anzahl von Studien durch Taylor (Eric), European guidelines on diagnosis and treatment of ADHD, Vortrag auf dem internationalen Symposium in Achen, 14.03.2007, zitiert nach Kühle, Dr. med. Hans-Jürgen, Neurofeedbacktherapie bei ADHS, Giessen 2010 (PDF von Webseite Dr. Kühle, Download August 2015), Kapitel 4

  11. Faraone, Buitelaar (2010): Comparing the efficacy of stimulants for ADHD in children and adolescents using meta-analysis; European Child & Adolescent Psychiatry; April 2010, Volume 19, Issue 4, pp 353–364, Metaanalyse

  12. Stuhec, Lukić, Locatelli (2018): Efficacy, Acceptability, and Tolerability of Lisdexamfetamine, Mixed Amphetamine Salts, Methylphenidate, and Modafinil in the Treatment of Attention-Deficit Hyperactivity Disorder in Adults: A Systematic Review and Meta-analysis. Ann Pharmacother. 2018 Aug 17:1060028018795703. doi: 10.1177/1060028018795703. n = 701

  13. Fridman, Hodgkins, Kahle, Erder (2015): Predicted effect size of lisdexamfetamine treatment of attention deficit/hyperactivity disorder (ADHD) in European adults: Estimates based on indirect analysis using a systematic review and meta-regression analysis; Eur Psychiatry. 2015 Jun;30(4) :521-7. doi: 10.1016/j.eurpsy.2015.01.001.

  14. Pelham, Aronoff, Midlam, Shapiro, Gnagy, Chronis, Onyango, Forehand, Nguyen, Waxmonsky (1999): A comparison of ritalin and adderall: efficacy and time-course in children with attention-deficit/hyperactivity disorder. Pediatrics. 1999 Apr;103(4):e43.

  15. Nagy, Häge, Coghill, Caballero, Adey, Anderson, Sikirica, Cardo (2015): Functional outcomes from a head-to-head, randomized, double-blind trial of lisdexamfetamine dimesylate and atomoxetine in children and adolescents with attention-deficit/hyperactivity disorder and an inadequate response to methylphenidate.Eur Child Adolesc Psychiatry. 2016 Feb;25(2):141-9. doi: 10.1007/s00787-015-0718-0.

  16. Metaanalyse einer hoher Anzahl von Studien durch Taylor (Eric), European guidelines on diagnosis and treatment of ADHD, Vortrag auf dem internationalen Symposium in Achen, 14.03.2007, zitiert nach Kühle, Dr. med. Hans-Jürgen, Neurofeedbacktherapie bei ADHS, Giessen 2010 (PDF von Webseite Dr. Kühle, Download Februar 2018), Kapitel 7

  17. http://www.kompendium-news.de/2016/02/guanfacin-zulassung-bei-kindern-und-jugendlichen-mit-adhs/

  18. McCracken, McGough, Loo, Levitt, Del’Homme, Cowen, Sturm, Whelan, Hellemann, Sugar, Bilder (2018): Combined Stimulant and Guanfacine Administration in Attention-Deficit/Hyperactivity Disorder: A Controlled, Comparative Study. Am Acad Child Adolesc Psychiatry. 2016 Aug; 55(8): 657–666.e1. doi: 10.1016/j.jaac.2016.05.015; PMCID: PMC4976782; NIHMSID: NIHMS800851; PMID: 27453079

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