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Anmerkungen zu trizyklischen Antidepressiva bei AD(H)S

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Anmerkungen zu trizyklischen Antidepressiva bei AD(H)S

Trizyklische Antidepressiva zählen als Mittel zweiter Wahl bei ADHS. Sie haben in zahlreichen doppelblinden Placebo-kontrollierten Studien bei Kindern und Erwachsenen in Bezug auf hyperaktiv impulsives Verhalten gleichwertige Ergebnisse wie Stimulanzien bewiesen.12.3 4 Eine Kombinationstherapie von Stimulanzien und trizyklische Antidepressiva kann effektiver sein als eine Monotherapie, insbesondere bei Hyperaktivität, Unaufmerksamkeit und oppositionellen Symptomen, wobei auf regelmäßige kardiologische Untersuchungen geachtet werden muss.5

TZA werden bei Nonresponding von beiden Stimulanzien-Arten (Methylphenidat und Amphetamin-Medikamenten) neben Atomoxetin zum Mittel der Wahl.

Bei komorbiden Ängsten, Depressionen und Dysphorien sind trizyklische Antidepressiva klassischerweise hilfreich. Bei komorbidem Einnässen (Enuresis) wird Imipramin empfohlen.6

Eine weitere kurze Zusammenfassung zu Studien über trizyklische Antidepressiva und anderen Niichtstumulanzien bei ADHS findet sich bei Budur et al 2005.7

Bei einer Behandlung mit trizyklischen Antidepressiva ist eine regelmäßige Kontrolle von EKG, Blutdruck und Pulsfrequenz erforderlich.8.


  1. Popper (2000): Pharmacologic alternatives to psychostimulants for the treatment of attention-deficit/hyperactivity disorder; Child Adolesc Psychiatr Clin N Am. 2000 Jul;9(3):605-46, viii.

  2. Häßler (2009): substanzgebundene Alternativen in der Therapie von ADHS, Seite 174, in: Häßler (Hrsg) das ADHS Kaleidoskop – State of the Art und bisher nicht beachtete Aspekte von hoher Relevanz; Medizinisch wissenschaftliche Verlagsgesellschaft

  3. Spencer, Biederman, Wilens (2004): Nonstimulant treatment of adult attention-deficit/hyperactivity disorder; Psychiatr Clin North Am. 2004 Jun;27(2):373-83.

  4. Biederman, Spencer (2000): Non-stimulant treatments for ADHD.Eur Child Adolesc Psychiatry. 2000;9 Suppl 1:I51-9.

  5. Wood, Crager, Delap, Heiskell (2007): Beyond methylphenidate: nonstimulant medications for youth with ADHD; J Atten Disord. 2007 Nov;11(3):341-50., zitiert nach Häßler (2009): substanzgebundene Alternativen in der Therapie von ADHS, Seite 174, in: Häßler (Hrsg) das ADHS Kaleidoskop – State of the Art und bisher nicht beachtete Aspekte von hoher Relevanz; Medizinisch wissenschaftliche Verlagsgesellschaft

  6. Häßler (2009): substanzgebundene Alternativen in der Therapie von ADHS, Seite 175, in: Häßler (Hrsg) das ADHS Kaleidoskop – State of the Art und bisher nicht beachtete Aspekte von hoher Relevanz; medizinisch wissenschaftliche Verlagsgesellschaft

  7. Budur, Mathews, Adetunji, Mathews, Mahmud (2005): Non-Stimulant Treatment for Attention Deficit Hyperactivity Disorder; Psychiatry (Edgmont). 2005 Jul; 2(7): 44–48; Published online 2005 Jul; PMCID: PMC3000197

  8. Häßler (2009): substanzgebundene Alternativen in der Therapie von ADHS, Seite 174, in: Häßler (Hrsg) das ADHS Kaleidoskop – State of the Art und bisher nicht beachtete Aspekte von hoher Relevanz; medizinisch wissenschaftliche Verlagsgesellschaft

Diese Seite wurde am 12.01.2022 zuletzt aktualisiert.