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Trauma als Ursache von AD(H)S

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Trauma als Ursache von AD(H)S

Stress in Jugend und Kindheit ist eine häufige Ursache für spätere psychische Probleme.1 Beispielsweise verändert frühkindlicher Stress die Expression von Corticoidrezeptoren und damit die Reaktion der HPA-Achse auf akuten und chronischen Stress dauerhaft.2 Eine grundlegende Darstellung der Auswirkung frühkindlicher Stressbelastung und ihrer epigenetischer Manifestation findet sich bei Eckerle.3

1. Frühkindlicher oder chronischer Stress als AD(H)S-Risiko

Viele Kinder und Erwachsene mit AD(H)S beschreiben sexuellen Missbrauch und/oder Traumatisierungen.4

Etliche Untersuchungen bestätigen eine überproportional erhöhte Häufigkeit früher Traumata bei AD(H)S-Betroffenen im Vergleich zu Nichtbetroffenen.56789101112 Gleiches gilt für Hirnverletzungstraumata13 und otorhinologische Traumata.14 Es wird diskutiert, ob es sich über eine kausale Verursachung handelt oder ob die Symptome von AD(H)S und Traumata überlappen.15 Andere Quellen beschreiben frühe Traumata allgemeiner als Mitursache psychischer Probleme.1617

Frühkindlicher Stress (singulärer traumatischer Stress) und chronischer Stress sind an der Entwicklung von AD(H)S beteiligt.18 Eine schwedische Kohortenstudie fand bei AD(H)S-Betroffenen 1,8 mal so häufig traumatische Lebensereignisse wie bei Nichtbetroffenen.19

20% bis 50% aller Kinder, die ein frühkindliches Trauma erleben, entwickeln klinische AD(H)S-Symptome.182021
Misshandlung in der Kindheit korreliert mit einem erhöhten AD(H)S-Risiko bei Erwachsenen.222324252627 Kinder mit AD(H)S weisen häufiger Missbrauch auf.28 Eine Studie fand bei Mädchen mit AD(H)S dreimal so häufig einen Missbrauch wie bei Nichtbetroffenen.29, eine andere Studie fand bei Kindern mit AD(H)S ebenfalls drei mal so häufig Missbrauch sowie eine verdoppelte Häufigkeit von körperlicher MIsshandlung und eine zweieinhalbfache Häufigkeit von emotionaler Misshandliung.30
Kindliche Misshandlung, insbesondere emotionale Misshandlung, korreliert zudem mit einer erhöhten emotionalen Dysregulation und Reaktivität.22

Eine Untersuchung fand bei AD(H)S-Betroffenen eine hochsignifikant erhöhte Häufigkeit an traumatischen Erlebnissen.31 Dabei waren die non-interpersonal events kaum erhöht, während die interpersonal-events im Vergleich zu Nichtbetroffenen massiv erhöht waren. Mehr hierzu unter Trauma als Ursache von AD(H)S.

Traumatisierende Erfahrungen sind intensive Stresserfahrungen im weiteren Sinne, z.B.:

  • Häufige Trennung von der Bezugsperson ohne Ersatz
  • Deprivation (emotional arme Beziehung der Eltern zum Kind)
  • feindliches / hilfloses Verhalten der Eltern gegenüber dem Kind
  • langanhaltende Paarkonflikte / Eheproblem der Eltern
  • Verlust der Eltern32
  • Kriegserlebnisse
    Bei Kindern im Kindergartenalter von Flüchtlingen aus Kriegsregionen zeigte eine Untersuchung, dass diese “wuseliger” waren, einen enormem Bewegungsdrang hatten und sich schwerer konzentrieren konnten. Gleichzeitig wurden diese als so traumatisiert beschrieben, dass eine Heissklebepistole sie zum Weinen brachte. 33
  • Schocks (z.B. Lärmschock)

Ein Betroffener berichtet

Ein ADHS-Betroffener:
Meine Mutter ist definitiv ADHS-Betroffene. Trotzdem fühlte ich mich bei meinen Eltern und meiner Großmutter, die meine Hauptbezugsperson war, stets sicher geliebt.
Meine Familie berichtet, dass ich als Baby (Wunschkind) ein reiner Sonnenschein gewesen sei: heiter, gut schlafend, alles wunderbar. Bis ich mit 2,5 Jahren einen Lärmschock erlitt (Silvesterkracher direkt vor dem Schlafzimmerfenster). Meine Eltern behaupten, ich hätte daraufhin 3 Monate gar nicht mehr geschlafen. Ob das stimmt oder nicht – ab dieser Zeit war ich nach ihren Berichten anstrengend und ängstlich. Insbesondere vor (damals noch schallmauerdurchbrechenden und damit enormen Knall auslösenden) Düsenjägern sei ich zitternd unter Tische gekrochen. Bei nächtlichen Gewittern flüchtete ich bis zum Alter von 12 oder 14 panisch ins Bett meiner Eltern. Einschlafen war jahrzehntelang ein Drama.

AD(H)S-Risiko steigt mit Mass der Stressbelastung

Das Risiko für Kinder, AD(H)S zu entwickeln (Odds Ratio), steigt mit dem Maß der psychosozialen Belastung (Rutter Indikator, RI). Bei einem RI von 1 liegt das Odds Ratio bei 7, bei einem RI von 4 liegt es bei 41,7.34
Odds Ratios > 1 zeigen ein gesteigertes Risiko an. Ein desorganisiertes Bindungsverhalten ist ein Risikoelement von AD(H)S.35 Bindungsstörungen von Kindern in den ersten Lebensjahren führen bei entsprechender genetischer Disposition zu einer Aktivierung des DRD4-Gens, die auch bei AD(H)S häufig ist.36

Massiver Stress der Mutter in den ersten Kindheitsjahren verursacht signifikante epigenetische Veränderungen der DNA der Kinder.37

Emotionaler Missbrauch und körperliche Misshandlung erhöhen das Risiko für AD(H)S und die Symptomatik von AD(H)S erheblich, ebenso wie ungünstige Lebensumstände und Schulangst.38

Eine Untersuchung an 110 Jungen fand bei AD(H)S-Betroffenen eine hochsignifikant erhöhte Häufigkeit an traumatischen Erlebnissen.31

Der Life Incidence of Traumatic Events (LITE-P) Test fragt nach:

  1. Kind erlebte Autounfall
  2. Kind bei anderem Unfall verletzt oder im Krankenhaus
  3. Nahestehende Person verletzt
  4. Familienmitglied im Krankenhaus
  5. Tod eines Familienmitglieds
  6. Freund krank oder starb
  7. Kind erlebte Feuer
  8. Kind erlebte Naturkatastrophe
  9. Gegenseitige Verletzung/Zerstörung von Dingen zwischen Erwachsenen
  10. Trennung / Scheidung Eltern
  11. Misshandlung des Kindes
  12. Kind angebunden / eingesperrt
  13. Missbrauch des Kindes
  14. Kind bedroht
  15. Kind ausgeraubt

Die 65 AD(H)S-betroffenen Jungen hatten im Schnitt nahezu jede Art von Trauma häufiger erlebt als die 45 Jungen der Vergleichsgruppe. Dabei waren die interpersonal events (Traumata im Beziehungskontext) gegenüber Nichtbetroffenen noch erheblich deutlicher erhöht als die non-interpersonal-events. Die Anzahl der beziehungsrelevanten IPE-Traumata korreliert dabei auch mit der Intensität der Hyperaktivität und der Gesamtsymptomatik. Altersbezogen korreliert auch die Unaufmerksamkeitssymptomatik hochsignifikant mit der Anzahl der IPE-Traumata.

Zu vergleichbaren Ergebnissen kommen mehrere weitere Studien.3940
Traumata durch emotionale Vernachlässigung oder Misshandlung erhöhten die Wahrscheinlichkeit von AD(H)S signifikant.41

Eine andere Studie berichtet dagegen, dass viktimisierende Traumata die Wahrscheinlichkeit von ODD erhöhten, nicht aber von AD(H)S.42

Unter der Annahme, dass ein Drittel43 bis die Hälfte aller Kinder und zwei Drittel aller Kinder in psychiatrischen Samples Traumata aufweisen, ist ein häufiges Überlappen von AD(H)S und frühkindlichen Traumata zu erwarten.44 Dies alleine erklärt jedoch nicht, warum in den Untersuchungen zum Thema Trauma als (Mit-)Ursache von AD(H)S bei den AD(H)S-Betroffenen überwiegend eine höhere Anzahl früher Traumata gefunden wurde als bei Nichtbetroffenen.45

Ein Entstehungspfad von AD(H)S wird auf genetische Ursachen in Verbindung mit Umwelterfahrungen zurückgeführt, wobei diese Umwelterfahrungen frühe Traumata sein können.46

Hypothese zu Traumata als Ursache von AD(H)S

Da AD(H)S mit einem zu weit offenen Reizfilter korreliert, was einerseits Folge der Stressdysregulation sein kann, andererseits aber auch als Ausprägung der genetischen Disposition für AD(H)S (Hochsensibilität) verstanden werden kann, stellt sich die Frage, ob die frühkindliche Stressbelastung, die AD(H)S manifestiert, nicht als eine niederschwellige Traumatisierung hochsensibler Naturen verstanden werden kann. Es ist anzunehmen, dass frühkindliche multiple Traumata bei entsprechender genetischer Disposition AD(H)S auslösen können. Je sensibler ein Mensch ist, desto geringer ist der erforderliche Impact einer bedrohenden Stresssituaton, um neurologisch eine traumatisierende Manifestation der Stressregulationsdysfunktion zu implementieren.
Dass verschiedene Persönlichkeitstypen auf Umwelteinflüsse unterschiedlich stark reagieren ist bekannt. Introvertierte Menschen reagieren auf Umwelteinflüsse intensiver als Extrovertierte.47 Das Konzept der Hochsensibilität nach Aron ist eng mit Introversion verknüpft.

Daraus stellt sich die Frage, ob eine derartige niederschwellige Traumatisierung der Betroffenen, die bei AD(H)S, um in diesem Bild zu bleiben, zudem typischerweise in den ersten 6 Lebensjahren erfolgt, therapeutischen Eingriffen und Analysen überhaupt zugänglich ist.

Das

  1. geringe Erinnerungsvermögen von Menschen an Ereignisse in den ersten Lebensjahren einerseits und
  2. die Tatsache, dass bereits Impacts weit unterhalb dessen, was Nichtbetroffene als ein ernsthaft als Traumaursache in Frage kommendes Ereignis betrachten würden, bei entsprechend genetisch disponierten Menschen eine traumatisierende Reaktion auslösen können, andererseits,

könnte den Blick auf eine solche Ursache verstellen.

Diesem Gedanken folgend könnten die Prinzipien der bei Trauma als wirksam anerkannten EMDR-Therapie auf AD(H)S übertragbar sein.

Bei Traumata und PTSD besteht eine partielle Überaktivierung des PFC, die durch die bilateralen sensorischen Kontakte bei EMDR wirksam reduziert werden können, was zugleich mit dem Maß der Verringerung der PTSD-Symptome korreliert.48

AD(H)S-Betroffene Kinder sind auch in der Folge (als Folge von AD(H)S) überdurchschnittlich häufig Opfer von Gewalt und Mobbing.49

2. Stresserfahrungen in Kindheit und früher Jugend bewirken persistierendes AD(H)S im Erwachsenenalter

Eine Untersuchung der Stressbelastung von Kindern mit AD(H)S fand, dass starke Stressbelastung in der Kindheit und Jugend mit schwerem ADHS-bzw. ADS-Verlauf bis ins Erwachsenenalter einherging, während Kinder mit einer schwachen Stressbelastung in Kindheit und Jugend häufig ein remittierendes AD(H)S (ADHS wie ADS) zeigten.50

3. Traumatische Erlebnisse und Dopamin

Auch wenn es bislang nicht gesichert ist, dass (frühkindliche) Traumata das AD(H)S-Risiko (kausal) durch Veränderungen des dopaminergen Systems erhöhen, gibt es starke HInweise, dass frühkindliche wie im Jugendalter entstehende Traumata das dopaminerge System des Gehirns dauerhaft verändern.51525354 Ein Mediator könnte sein, dass Stress die HPA-Achse verändert, die wiederum einen Einfluss auf die Dopaminsynthese und Dopaminrezeptoren ausübt.55

Die wichtigsten dopaminergen Knotenpunkte des Stressnetzwerks im Gehirn sind

Nagetiere zeigen nach frühem Stress

  • abgeflachte Dopaminstressantwort im mPFC6061
  • erhöhte tonische Dopaminspiegel in subkortikalen Bereichen62
  • erhöhte Noradrenalinausschöttung auf akuten Stress60

Frühkindlicher Stress scheint im späteren Leben eine erhöhte Dopaminstressantwort im Striatum zu verursachen6364

Beim Menschen wird das dopaminerge System in den meisten Knotenpunkten des Stressnetzwerks primär durch Dopamin-D2- und D3-Rezeptoren gesteuert.656667

Traumata in der Kindheit korrelierten bei Männern positiv, bei Frauen mit der Verfügbarkeit von D2-Rezeptoren.68

Frühkindliche Traumata korrelieren mit verringerten Werten des Dopaminabbauprodukt Homovanillinsäure im Blutplasma69 und in der Gehirnflüssigkeit70.
Eine Studie berichtet von einer Koorelation zwischen der räumlichen Ausdehnung der Dopaminaktivität im mPFC während akutem Stresses und der Schwere der Stresserfahrung im frühen oder späteren Kindesalter.71


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