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3. Stress nach Art des Stressors

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3. Stress nach Art des Stressors

3. Stress nach Art des Stressors

Die Art des Stressors beeinflusst den Ort der neurophysiologischen Veränderungen im Gehirn.

Je nach Art der frühen Traumatisierung erfolgt die neurologische Veränderung des Gehirns in anderen Gehirnregionen, und zwar (wohl nicht nur, aber auch) in eben denjenigen, die für die Verarbeitung derjenigen Fähigkeiten zuständig sind, die misshandelt wurden.

  • Früher sexueller Missbrauch bewirkt einen dünneren Cortex in den Regionen, die den Genitalbereich repräsentieren.1
  • Frühe emotionale Misshandlung bewirkt ein verringertes Volumen der Gehirnbereiche, die für Selbstreflexion, Selbsterkennung und emotionale Regulation zuständig sind.2
    • Dies erklärt für uns schlüssig, warum z.B. Borderline-Betroffene besondere Schwierigkeiten mit der Selbstreflexion haben und z.B. nur sehr schwer nachvollziehen können, dass ihre inneren Spannungen aus sich widersprechenden gleichzeitig bestehenden Schemas3 resultieren. Diese Schwierigkeiten der Auflösung dieser innerer Widersprüche führen zum typischen schwarz-weiss-denken, bei dem graue Zwischentöne bzw. ein sowohl-als-auch nicht ertragen werden können.

Bei Mandarin-Wühlmäusen zeigte sich bei körperlichem Stress (deutlich stärker) sowie bei emotionalem Stress (schwächer, aber wahrnehmbar) im Vergleich zu nicht gestressten Tieren, geschlechtsunabhängig:4

  • verringerte Dichte der Oxytocinrezeptoren
  • verringerte Dichte der Dopamin-D2-Rezeptoren
  • verringerte Dichte der Serotonin-1A-Rezeptoren im anterioren Cingulum
  • verringertes Trostverhalten (Fellpflege)
  • erhöhte angstähnliche Verhaltensweisen

Die Vorbehandlung mit Oxytocin-, D2- oder 5-HT1A-Rezeptor.Agonisten im ACC verringerte die Verringerung des Trostverhaltens und die Erhöhung des Angstverhaltens bei gestressten Mäusen, erhöhte dieses aber bei nicht gestressten Mäusen.

Diese Seite wurde am 16.01.2022 zuletzt aktualisiert.