Liebe Leserinnen und Leser von ADxS.org, bitte verzeihen Sie die Störung.

ADxS.org benötigt in 2022 rund 12.500 €. In 2021 erhielten wir Zuwendungen Dritter von 5.043,56 €. Leider spenden 99,7 % unserer Leser nicht. Wenn alle, die diese Bitte lesen, einen kleinen Beitrag leisten, wäre unsere Spendenkampagne für das Jahr 2022 nach einigen Tagen vorbei. Dieser Spendenaufruf wird 3.000 Mal in der Woche angezeigt, jedoch nur 10 Menschen spenden. Wenn Sie ADxS.org nützlich finden, nehmen Sie sich bitte eine Minute Zeit und unterstützen Sie ADxS.org mit Ihrer Spende. Vielen Dank!

Seit dem 01.06.2021 wird ADxS.org durch den gemeinnützigen ADxS e.V. getragen. Spenden an den ADxS e.V. sind steuerlich absetzbar (bis 100 € genügt der Überweisungsträger als Spendenquittung).

100€ von 12.500€ - Stand 08.01.2022
0%
Header Image
1. Regelbereiche durch Dopamin

Inhaltsverzeichnis

Inhaltsverzeichnis ausklappen
Inhaltsverzeichnis einklappen
Das Projekt ADxS.org
Symptome
Folgen
Neurologische Aspekte
CRH
Behandlung und Therapie
Änderungshistorie
Suche

1. Regelbereiche durch Dopamin

1.1. Durch Dopamin reguliertes Verhalten

  • Antrieb
  • Motivation
    • Dopamin aktiviert das Striatum12
      Dopaminmangel im Striatum kann Anhedonie (Desinteresse) verursachen
    • D2-Rezeptoren im Verstärkungssystem (Striatum) sind an dysfunktionalem Belohnungsverhalten beteiligt3
  • Aufmerksamkeit
  • Aktivität
  • Feinmotorik1
    • Dopaminmangel bewirkt Steuerungsprobleme: ungenaue Motorik einerseits (krakelige Schrift) und überschießende Motorik andererseits (Hyperaktivität)
    • D1 Rezeptoren im PFC sind an der dysfunktionalen Inhibition beteiligt3
  • Verhaltenssteuerung1
    • Situationsgerechter Abruf von Verhaltensweisen, besonders auf Emotionen hin5
    • Steuerung der Intensität der Stressreaktion67
  • Affektkontrolle6
  • Lernen8910111213
    • Der PFC bildet unter anderem das Langzeitgedächtnis für abstrakte Regeln oder Strategien mittels Langzeitpotenzierung (LTP) als Form von synaptischer Plastizität.
    • Mittlere tonische Dopaminspiegel erleichtern die Induktion von LTP, ein zu hoher oder zu niedriger Dopaminspiegel verschlechtert sie (invertierte U-Funktion)
    • Die Induktion von LTD durch niederfrequente Reize erfolgt unabhängig von tonischem Dopamin durch endogenes, phasisch freigesetztes Dopamin während der Reize.
      Die LTP wird gehemmt durch
      • Blockade der Dopamin-Rezeptoren während der Reize
      • Hemmung der Dopamin-Transporter-Aktivität.
  • Lidschlagrate des Auges
    • Dopamin erhöht die Lidschlagrate, Dopaminmangel verringert sie.1415
    • Die Lidschlagrate wird als Biomarker für die Aktivität striataler D2- und D3-Rezeptoren erörtert.1617
    • Bei AD(H)S wurde eine verringerte Lidschlagrate beobachtet,1819 die sich durch Stimulantien erhöhte.19 Eine Untersuchungen fand keinen relevanten Unterschied der Lidschlagrate bei Kindern mit AD(H)S.20 Eine Studie, die nicht wiedergibt, ob die AD(H)S-Betroffenen medikamentiert waren, fand höhere Lidschlagsraten bei Kindern mit AD(H)S.21 Eine Studie fand bei Kindern mit AD(H)S, die seit 24 Stunden unmedikamentiert waren, nur bei Jungen eine erhöhte Lidschlagrate.22
    • Bei gesunden Erwachsenen korrelierte eine verringerte Lidschlagrate mit Impulsivität.23
  • Immunsystem24
    • B-Lymphozyten, T-Lymphozyten, natürliche Killerzellen, dendritische Zellen und Makrophagen besitzen Dopamin-, Noradrenalin und Adrenalin-Rezeptoren.
    • Lymphozyten können Dopamin und Noradrenalin synthetisieren und freisetzen

Störungen im Dopaminhaushalt führen zu weiteren Beeinträchtigungen der von Dopamin modulierten nichtdopaminergen Signalübertragung, vornehmlich in Bezug auf die durch die Neurotransmitter Glutamat und GABA gesteuerte Signalübertragung.25

Verschiedene Untersuchungen zeigten, dass Dopamin die Erregbarkeit von mPFC-Neuronen erhöhen und verringern kann – was auf eine differentielle Modulation durch Dopamin je nach mPFC-Zelltyp oder Projektionsziel hindeutet.26

Grundsätzlich erhöht sich die Feuerungsrate dopaminerger Nervenzellen bei erwarteter Belohnung. Es scheint jedoch auch dopaminerge Nervenzellen zu geben, die bei Stress aktiver werden.27

Akuter Stress erhöht Dopamin- und Noradrenalin auch bei parallel bestehendem chronischem Stress

Jedenfalls wurden bei rein akutem Stress erhöhte Werte von Dopamin (+ 54%) und Noradrenalin (+ 50%) im mPFC gefunden. Bei bestehendem chronischem Stress erhöhte hinzutretender akuter Stress Dopamin um 42% und Noradrenalin um 92%.28 Diazepam verringerte den Anstieg nur bei rein akutem Stress bei Dopamin auf + 17% und bei Noradrenalin auf + 42%. Bei bestehendem chronischem Stress verringerte Diazepam die Dopamin- und Noradrenaloin-Veränderungen auf hinzutretenden akuten Stress nicht. Anmerkung: Als “chronischer Stress” diente in dieser Untersuchung eine Kälteaussetzung von drei bis vier Wochen. Die von uns in diesem Projekt vielfach beschriebenen verringerten Dopamin- und Noradrenalinspiegel bei chronischem Stress sind unserer Auffassung nach Folgen von einer deutlich längeren Stresseinwirkung.

1.2. Dopamin und Melatonin: Wach-/Schlafverhalten, circadianer Rhythmus

Dopamin ist zusammen mit Melatonin beteiligt an der Regulierung von Müdigkeit und Schlaf.

Das dopaminerge System wird vom circadianen System beeinflusst.2930
Dopamin wird rhythmisch in den Amakrinzellen der Netzhaut (Retina) produziert. Die Netzhaut wird durch Dopamin wie von Melatonin gesteuert. Die Netzhaut leitet Lichtinformationen an den suprachiasmatischen Kern, der die biologische Hauptuhr darstellt. Der suprachiasmatischen Kern sendet Timing-Informationen zur rhythmischen Regulation von dopaminergen Gehirnregionen und des durch diese gesteuerten Verhaltens (Fortbewegung, Motivation). Das in der Substantia nigra und dem ventralen Tegmentum produzierte Dopamin wird möglicherweise durch den Nucleus suprachiasmaticus über verschiedene Nervenbahnen (unter anderem mittels des Orexin-Systems oder des medialen präoptischen Kerns des Hypothalamus) rhythmisch reguliert.31

Die intrinsisch photosensitiven retinalen Ganglienzellen (ipRGCs) vom M1-Typ (die mit den Amakrinzellen verbunden sind32 modulieren neben dem Pupillenreflex auch die Melatonin- und Dopaminausschüttung.33 Anders als die Stäbchen- und Zapfen-Photorezeptorzellen in der Netzhaut, die für das Nacht- und Farbensehen zuständig sind, sind die ipRGCs für die nicht-bildgebende Wahrnehmung der Lichtintensität verantwortlich. Diese Zellen dürften damit bei aufgrund Hochsensibilität überhöhter Lichtempfindlichkeit involviert sein.
Die ipRGCs projizieren über den retinohypothalamischen Trakt in den Nucleus suprachiasmaticus.

Eine beeinträchtigte Dopaminsynthese in der Netzhaut führt zu beeinträchtigten circadianen Rhythmus-Funktionen.34 Dopamin und Melatonin hemmen sich gegenseitig.35 Dopamin wird tagsüber ausgeschüttet und hemmt die Melatoninsekretion, und umgekehrt wird Melatonin (das durch Tageslicht gehemmt wird) abends und nachts ausgeschüttet und hemmt die Dopaminfreisetzung.3637

Das Photopigment Melanopsin in den ipRGCs ist am empfindlichsten für blaues Licht.3839 Zusätzlich zur Projektion in den Nucleus suprachiasmaticus projizieren die ipRGCs auch zu schlaffördernden Neuronen im ventrolateralen präoptischen Nucleus und im Colliculus superior.40 Der Nucleus suprachiasmaticus synchronisiert mehrere periphere Uhren, die zusammen die circadiane Rhythmik steuern.41

Ein Dopaminmangel (wie er für AD(H)S typisch ist) könnte daher tagsüber eine zu geringe Melatoninhemmung bewirken. Dies könnte möglicherweise die bei von manchen AD(H)S-Betroffenen berichtete starke Tagesmüdigkeit mit erklären. Einschlafschwierigkeiten dürften dagegen eher durch eine Beeinträchtigung des circadianen Rhythmus und einem daraus resultierenden bestehenden Melatoninmangel und eher trotz des geringeren Dopaminniveaus bei AD(H)S entstehen als hieraus zu folgen.


  1. Simchen, Helga: http://helga-simchen.info/Thesen-zu-ADS; dort: was bewirken die Botenstoffe

  2. https://de.wikipedia.org/wiki/Dopamin

  3. Krause, Krause (2014): ADHS im Erwachsenenalter – Symptome, Differentialdiagnose, Therapie; Schattauer, Seite 25 / 26, mit weiteren Nachweisen

  4. Oades, Röpcke (2000).: Neurobiologische Grundlagen der Aufmerksamkeit: „Über die Freiheit der Wahl“. Sprache – Stimme – Gehör 24 (2000) 49 – 56

  5. Rensing, Koch, Rippe, Rippe (2006): Der Mensch im Stress; Psyche, Körper, Moleküle, Kapitel 4: neurobiologische Grundlagen von Stressreaktionen, Seite 82

  6. Rensing, Koch, Rippe, Rippe (2006): Der Mensch im Stress; Psyche, Körper, Moleküle, Kapitel 4: neurobiologische Grundlagen von Stressreaktionen, Seite 82

  7. Deutch, Clark, Roth (1990): Prefrontal cortical dopamine depletion enhances the responsiveness of mesolimbic dopamine neurons to stress. Brain Res. 1990 Jun 25;521(1-2):311-5.

  8. Otani, Bai, Blot (2015): Dopaminergic modulation of synaptic plasticity in rat prefrontal neurons. Neurosci Bull. 2015 Apr;31(2):183-90. doi: 10.1007/s12264-014-1507-3.

  9. Cohen, Braver, Brown (2002): Computational perspectives on dopamine function in prefrontal cortex. Curr Opin Neurobiol. 2002 Apr;12(2):223-9.

  10. Bao, Chan, Merzenich (2001): Cortical remodelling induced by activity of ventral tegmental dopamine neurons. Nature volume 412, pages79–83, 2001

  11. Gurden, Takita, Jay (2000): Essential role of D1 but not D2 receptors in the NMDA receptor-dependent long-term potentiation at hippocampal-prefrontal cortex synapses in vivo. J Neurosci. 2000 Nov;20(22) RC106. doi:10.1523/JNEUROSCI.20-22-j0003.2000. PMID: 11069975; PMCID: PMC6773154.

  12. Law-Tho, Desce, Crepel (1995): Dopamine favours the emergence of long-term depression versus long-term potentiation in slices of rat prefrontal cortex, Neuroscience Letters, Volume 188, Issue 2, 1995, Pages 125-128, ISSN 0304-3940, https://doi.org/10.1016/0304-3940(95)11414-R.

  13. Otani, Blond, Desce, Crépel (1998): Dopamine facilitates long-term depression of glutamatergic transmission in rat prefrontal cortex, Neuroscience, Volume 85, Issue 3, 1998, Pages 669-676, ISSN 0306-4522, https://doi.org/10.1016/S0306-4522(97)00677-5.

  14. Müller (2007): Dopamin und kognitive Handlungssteuerung: Flexibilität und Stabilität in einem Set-Shifting Paradigma. Dissertation

  15. Roberts, Symons, Johnson, Hatton, Boccia (2005): Blink rate in boys with fragile X syndrome: preliminary evidence for altered dopamine function. J Intellect Disabil Res. 2005 Sep;49(Pt 9):647-56. doi: 10.1111/j.1365-2788.2005.00713.x. PMID: 16108982.

  16. Groman, James, Seu, Tran, Clark, Harpster, Crawford, Burtner, Feiler, Roth, Elsworth, London, Jentsch (2014): In the blink of an eye: relating positive-feedback sensitivity to striatal dopamine D2-like receptors through blink rate. J Neurosci. 2014 Oct 22;34(43):14443-54. doi: 10.1523/JNEUROSCI.3037-14.2014. PMID: 25339755; PMCID: PMC4205561.

  17. [Mathar, Wiehler, Chakroun, Goltz, Peters (2018): A potential link between gambling addiction severity and central dopamine levels: Evidence from spontaneous eye blink rates. Sci Rep. 2018 Sep 6;8(1):13371. doi: 10.1038/s41598-018-31531-1. PMID: 30190487; PMCID: PMC6127194.)](https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC6127194/

  18. Konrad, Gauggel, Schurek (2003): Catecholamine functioning in children with traumatic brain injuries and children with attention-deficit/hyperactivity disorder. Brain Res Cogn Brain Res. 2003 May;16(3):425-33. doi: 10.1016/s0926-6410(03)00057-0. PMID: 12706222. n = 83

  19. Caplan, Guthrie, Komo (1996): Blink rate in children with attention-deficit-hyperactivity disorder. Biol Psychiatry. 1996 Jun 15;39(12):1032-8. doi: 10.1016/0006-3223(95)00315-0. PMID: 8780838. n = 75

  20. Groen, Börger, Koerts, Thome, Tucha (2017): Blink rate and blink timing in children with ADHD and the influence of stimulant medication. J Neural Transm (Vienna). 2017 Feb;124(Suppl 1):27-38. doi: 10.1007/s00702-015-1457-6. PMID: 26471801; PMCID: PMC5281678. n = 50

  21. Baijot, Slama, Söderlund, Dan, Deltenre, Colin, Deconinck (2016): Neuropsychological and neurophysiological benefits from white noise in children with and without ADHD. Behav Brain Funct. 2016 Mar 15;12(1):11. doi: 10.1186/s12993-016-0095-y. PMID: 26979812; PMCID: PMC4791764.

  22. Tantillo, Kesick, Hynd, Dishman (2002): The effects of exercise on children with attention-deficit hyperactivity disorder. Med Sci Sports Exerc. 2002 Feb;34(2):203-12. doi: 10.1097/00005768-200202000-00004. PMID: 11828226. n = 18

  23. Korponay, Dentico, Kral, Ly, Kruis, Goldman, Lutz, Davidson (2018): Neurobiological correlates of impulsivity in healthy adults: Lower prefrontal gray matter volume and spontaneous eye-blink rate but greater resting-state functional connectivity in basal ganglia-thalamo-cortical circuitry. Neuroimage. 2017 Aug 15;157:288-296. doi: 10.1016/j.neuroimage.2017.06.015. Erratum in: Neuroimage. 2018 Feb 15;167:505. PMID: 28602816; PMCID: PMC5600835. n = 105

  24. Wolf, Calabrese (2020): Stressmedizin & Stresspsychologie; Seite 302

  25. Sagvolden, Johansen, Aase, Russell (2005): A dynamic developmental theory of attention-deficit/hyperactivity disorder (ADHD) predominantly hyperactive/impulsive and combined subtypes. Behav Brain Sci. 2005 Jun;28(3):397-419; discussion 419-68.

  26. Weele, Siciliano, Tye (2018): Dopamine tunes prefrontal outputs to orchestrate aversive processing. Brain Res. 2018 Dec 1. pii: S0006-8993(18)30610-3. doi: 10.1016/j.brainres.2018.11.044. Seite 30

  27. Arnsten (2009): Stress signalling pathways that impair prefrontal cortex structure and function. Nat Rev Neurosci. 2009 Jun;10(6):410-22. doi: 10.1038/nrn2648.

  28. Finlay, Zigmond, Abercrombie (1995): Increased dopamine and norepinephrine release in medial prefrontal cortex induced by acute and chronic stress: effects of diazepam. Neuroscience. 1995 Feb;64(3):619-28.

  29. Parekh, Ozburn, McClung (2015): Circadian clock genes: effects on dopamine, reward and addiction. Alcohol. 2015 Jun;49(4):341-9. doi: 10.1016/j.alcohol.2014.09.034.

  30. Baltazar, Coolen, Webb (2013): Diurnal rhythms in neural activation in the mesolimbic reward system: critical role of the medial prefrontal cortex. Eur J Neurosci. 2013 Jul;38(2):2319-27. doi: 10.1111/ejn.12224.

  31. Mendoza, Challet (2014): Circadian insights into dopamine mechanisms. Neuroscience. 2014 Dec 12;282:230-42. doi: 10.1016/j.neuroscience.2014.07.081.

  32. Stone, Pardue, Iuvone, Khurana (2013): Pharmacology of myopia and potential role for intrinsic retinal circadian rhythms. Exp Eye Res. 2013 Sep;114:35-47. doi: 10.1016/j.exer.2013.01.001. PMID: 23313151; PMCID: PMC3636148.)

  33. Schmidt, Kofuji (2009): Functional and morphological differences among intrinsically photosensitive retinal ganglion cells. J Neurosci. 2009 Jan 14;29(2):476-82. doi: 10.1523/JNEUROSCI.4117-08.2009. PMID: 19144848; PMCID: PMC2752349.

  34. Wirz-Justice, Wever, Aschoff (2004): Seasonality in freerunning circadian rhythms in man. Naturwissenschaften. 1984 Jun;71(6):316-9.

  35. Green, Besharse (2004): Retinal circadian clocks and control of retinal physiology. J Biol Rhythms. 2004 Apr;19(2):91-102.

  36. Stone, Pardue, Iuvone, Khurana (2013): Pharmacology of myopia and potential role for intrinsic retinal circadian rhythms. Exp Eye Res. 2013 Sep;114:35-47. doi: 10.1016/j.exer.2013.01.001. PMID: 23313151; PMCID: PMC3636148.

  37. Iuvone, Tosini, Pozdeyev, Haque, Klein, Chaurasia (2005): Circadian clocks, clock networks, arylalkylamine N-acetyltransferase, and melatonin in the retina. Prog Retin Eye Res. 2005 Jul;24(4):433-56.

  38. Lockley, Brainard, Czeisler (2003): High sensitivity of the human circadian melatonin rhythm to resetting by short wavelength light. J Clin Endocrinol Metab. 2003 Sep;88(9):4502-5. doi: 10.1210/jc.2003-030570. PMID: 12970330.

  39. Provencio, Rodriguez, Jiang, Hayes, Moreira, Rollag (2000): A novel human opsin in the inner retina. J Neurosci. 2000 Jan 15;20(2):600-5. doi: 10.1523/JNEUROSCI.20-02-00600.2000. PMID: 10632589; PMCID: PMC6772411.

  40. Lupi, Oster, Thompson, Foster (2008): The acute light-induction of sleep is mediated by OPN4-based photoreception. Nat Neurosci. 2008 Sep;11(9):1068-73. doi: 10.1038/nn.2179. PMID: 19160505.

  41. Meijer, Michel, Vansteensel (2007): Processing of daily and seasonal light information in the mammalian circadian clock. Gen Comp Endocrinol. 2007 Jun-Jul;152(2-3):159-64. doi: 10.1016/j.ygcen.2007.01.018. PMID: 17324426. REVIEW

Diese Seite wurde am 17.01.2022 zuletzt aktualisiert.